Newsletter sind eine echte Möglichkeit, deine Kundschaft besser kennenzulernen. Wir zeigen dir, warum es sich lohnt, Umfragen in deinen Newslettern zu verschicken und worauf du dabei achten solltest.
Darum solltest du Newsletter-Umfragen verschicken
Umfragen sind die beste Möglichkeit, mit deiner Kundschaft zu connecten und Feedback zu erhalten. Frag nach der Zufriedenheit deiner Kundschaft, finde mehr über ihre Interessen heraus oder hole Feedback zu deinen Produkten und Services ein.
Ein einfacher Weg deine User zu befragen, ist über E-Mails und Newsletter-Umfragen. Im besten Fall hast du ein gut aufgesetztes Mailing-Programm, in dem du deine Zielgruppen beziehungsweise deine Kontakte managest. Das bedeutet, dass du gezielt bestimmte Gruppen ansprechen und befragen kannst. Umfragen in Newslettern können dabei alles von einer simplen „Wie hat dir dieser Newsletter gefallen?“ Emoji-Frage bis hin zu Produkt- oder Weiterempfehlungsfragen sein.
Schicke zum Beispiel Post Purchase Umfragen an Personen, die in den letzten zwei Wochen bei dir gekauft haben oder sende deiner Bestandskundschaft Feedback-Umfragen zu deinen Bestsellern.
Das Gute an Umfragen in Newslettern: Du hast bereits eine willige Basis an Teilnehmenden. Die User, die deine Mailings erhalten, hatten und haben bereits Kontakt mit deiner Marke. Dein Unternehmen ist ihnen nicht fremd, sie haben Erfahrung mit dir gesammelt. Dadurch sind sie gewillter, weiterhin mit deiner Brand zu interagieren. Vor allem, wenn du Fragen in regelmäßigen Newslettern unterbringst, sind die Chancen hoch, dass du viele Antworten erhältst. Schließlich erhalten die Subscribers regelmäßig E-Mails von dir und haben den Newsletter nicht abbestellt. Das zeigt, dass sie dir eher positiv geneigt sind. Hinzu kommt, dass die Umfrage ein gewisses Maß an Exklusivität vermitteln. Nur eine bestimmte Auswahl an Leuten haben sozusagen das Privileg, dir helfen zu dürfen und einen Blick hinter die Kulissen deines Unternehmens zu erhaschen.
Selbstverständlich bedeutet das nicht, dass du nur positives Feedback erhältst. Aber es ist wahrscheinlicher, dass deine Response Rate höher ist und die Qualität der Antworten besser ist, als würdest du eine Onsite Umfrage in deinem Shop schalten.
So kannst du Umfragen in Newslettern einbauen
Es gibt drei verschiedene Arten, Umfragen in deine Mailings einzubauen:
- als Link zu einer gesonderten Seite, auf der die Umfrage ausgespielt wird (Stand-Alone Survey)
- als ein in den Newsletter eingebetteter Fragebogen
- als Frage mit Antwortmöglichkeiten, die auf verschiedene Zielseiten verlinken
Einbettete Umfragen haben eine höhere Response Rate als Stand-Alone Fragen: Laut mailerlite erhalten sie 135 Prozent mehr Antworten als Umfragen, die in den Mails verlinkt sind.
Aber Achtung: Nicht alle Mailing-Programme erlauben dir, Umfragen direkt in die Newsletter einzubauen. Andere bieten dir die Funktion nur zum Aufpreis an. Informiere dich deswegen vorher, welche Features dein Mailing-Tool besitzt.
Manchmal kannst du diese Restriktion aber umgehen. Hast du die Möglichkeit HTML in deine Mails einzubauen, kannst du mit einem Embedded Code arbeiten und so deine Umfrage in deine E-Mail einbetten.
Arten von Umfragen
Im Prinzip kannst du jede Art von Umfrage in deinen Mailings stellen. Allerdings ist es wenig sinnvoll, Fragen zur Navigation deiner Website oder zum Design in einer E-Mail zu stellen, wenn deine Kontakte die Website nicht vor sich haben.
Deswegen wollen wir dir kurz die beliebtesten Arten von Newsletter-Umfragen vorstellen.
Post Purchase Umfrage
Aktive Leserschaft deines Newsletters und tatsächliche Kundschaft decken sich nicht immer. Vor allem, wenn dein Unternehmen SaaS-Tools anbietet, Abo-Modelle hat oder eher Einmal-Kauf-Produkte wie Klimaanlagen anbietet, ist dein Newsletter viel mehr eine Quelle für weiterführende Informationen und weniger ein direkter Sales-Kanal. Dennoch kannst du in Newslettern Post Purchase Umfragen verschicken und wichtige Erkenntnisse sammeln.
Eine Möglichkeit ist, zuerst zu fragen, ob die Person vor kurzem etwas bei dir gekauft hat. Die Antworten Ja & Nein kannst du dann als Hyperlinks auf zwei unterschiedliche Stand-Alone Surveys weiterleiten.
Antwortet jemand mit Ja, kannst du direkt nach der Erfahrung fragen, wie sie den Kaufprozess empfunden haben, ob etwas schief gelaufen ist oder ob alles gut gegangen ist.
Antwortet jemand mit Nein, kannst du in der Stand-Alone Umfrage nach dem Grund fragen. Sind die Preise zu hoch, die Lieferzeiten zu lang? In der Umfrage wirst du es herausfinden.
Zufriedenheitsumfrage & Weiterempfehlungswahrscheinlichkeit
Erkundige dich nach der Zufriedenheit deiner Kundschaft mit einer einfachen Umfrage und frag direkt, ob sie dich weiterempfehlen würden. Je nach Umfragetool und E-Mail-Tool kannst du eine Net Promoter Score (NPS) Umfrage in deinen Newsletter einbauen. Das kurze Ranking von 0 – 10 ist schnell erledigt, sodass deine Leserschaft eher zur Teilnahme geneigt ist. Anhand der Punkte bzw. der Bewertung kannst du deine Zielgruppe in deinem E-Mail-Marketing Tool noch weiter segmentieren und Detraktoren (0-6) und Promotoren (9-10) gezielt unterschiedliche Newsletter oder eine Mail mit einem detaillierten Fragebogen oder Angeboten schicken.
Gezielte Produktbefragung für Produktentwicklung
Deine Bestandskundschaft hat den besten Einblick in deine Produkte und sollte deine erste Anlaufstelle für qualitatives Produktfeedback und Zukunftsvisionen sein. Damit du in der Produktentwicklung keine wertvollen Ressourcen verschwendest, solltest du bei deiner treuen Kundschaft nachfragen, ob sie sich bestimmte Produkte wünschen oder auch darauf verzichten können.
Du kannst auf unterschiedliche Art fragen, zum Beispiel in einer Freitext-, einer Single oder Multi Select Frage:
- Welche Produkte fehlen dir in unserem Katalog? / Welche neuen Produkte würdest du dir wünschen? (Freitext)
- Welches dieser vier Produkte interessiert dich am meisten? (Single Select)
- Produkt A
- Produkt B
- Produkt C
- Produkt D
- Welche dieser Produkte würdest du potenziell von unserer Marke kaufen? (Multi Select)
- Produkt A
- Produkt B
- Produkt C
- Produkt D
- Produkt E
- Produkt F
Die unterschiedlichen Fragen haben verschiedene Ziele. In einer Freitext-Frage lässt du deiner Kundschaft die Oberhand. Sie können frei und kreativ entscheiden, welches Artikel ihnen vielleicht in deinem Sortiment noch fehlen. Einerseits bekommst du viele Ideen, andererseits scheuen viele Teilnehmende davor zurück, weil ihnen ad hoc kein Produkt einfällt. Das Gute: Da die Umfrage in einer E-Mail ist, können sie auch in zwei oder drei Tage, wenn ihnen etwas eingefallen ist, zurückkommen und deine Online Umfrage aus der Mail beantworten.
Bei einer Single oder Multi Select Frage hingegen bietest du schon Produkte an, aus denen deine Teilnehmenden wählen können. Vielleicht sind das Produkte, die bei deiner Konkurrenz gut laufen oder Produkte, die bereits in der Entwicklung sind. Die Daten aus der Newsletter-Umfrage kannst du dann zur Priorisierung der Produkte (oder Features oder neuer Services) nutzen.
Feedback zu Newslettern & Themen
Frage gezielt zu den Newsletter-Inhalten. Wie hat dir dieser Newsletter gefallen? Welche Themen haben dich besonders angesprochen? Welche Themen sollen wir zukünftig (häufiger) behandeln?

Zeigst du Interesse an den Wünschen deiner Leserschaft, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie deinem Newsletter treu bleiben und so eine Bindung zu deiner Brand aufbauen, dich womöglich bei nächster Gelegenheit weiterempfehlen. Sie fühlen sich gehört, wahrgenommen und wertgeschätzt.
Und das nur, weil du fragst, wie ihnen der Newsletter gefällt.
Umfragen zu Interessen
Lern deine Kundschaft besser kennen! Frage nach Interessen, welche Werte wichtig sind, welche Bedürfnisse nicht erfüllt werden. Dadurch kannst du deine Zielgruppen noch weiter segmentieren. Diese Art der Segmentierung nennt sich Progressive Profiling.
Was ist Progressive Profiling?
Progressive Profiling beschreibt die Fähigkeit, aus freiwillig gegebenen Informationen der Kundschaft detaillierte Profile der einzelnen Personen oder Personengruppen zu erstellen.
Die Daten, wie zum Beispiel Wohnort, Interessen, Werte, etc. bieten einen guten Einblick in homogen wirkende Zielgruppen. Diese Gruppen können dann in kleinere Gruppen runtergebrochen werden, denen du gezielte Newsletter mit Lösungen für ihre Probleme oder Blog-Artikeln über ihre Interessen schicken kannst. Je besser und genauer deine Segmentierung, desto einfacher und erfolgreicher dein Marketing.
Best Practices
Im folgenden wollen wir dir ein paar Best Practices für Umfragen in Newslettern mitgeben. Selbstverständlich hängt vieles auch von deinem E-Mail-Provider und deinem Umfragetool ab. Dennoch sind die Tipps allgemein hilfreich.
Ziel festlegen
Was möchtest du mit den Ergebnissen der Umfrage erreichen? Möchtest du mehr über die Zufriedenheit herausfinden, mögliche Probleme aufdecken, den Newsletter thematisch verbessern oder doch etwas ganz anderes? Wir empfehlen, immer nur ein Ziel pro Umfrage zu verfolgen. Ansonsten wird die Umfrage zu lang und die Fragen haben keinen Zusammenhang, was verwirrend und frustrierend für die Teilnehmenden sein kann und dir die Daten-Auswertung erschwert.
Zweck der Umfrage
Wenn deine Umfrage im Newsletter mehr eine kurze Bitte um eine Bewertung oder eine NPS-Wertung ist, solltest du deine Lesenden über den Zweck der Umfrage aufklären. Wenn sie wissen, warum sie die Umfrage beantworten und welches Ziel die Sammlung der Antworten hat, sind sie gewillter, an deiner Umfrage teilzunehmen.
Länge der Umfrage
Sobald du die User aus deiner E-Mail auf eine Stand-Alone Umfrage leitest, solltest du ihnen sagen, wie lange die Umfrage in etwa dauert. Das Wissen verhindert eventuellen Frust und dass Umfragen frühzeitig abgebrochen werden.
Übrigens: Die ideale Länger einer Newsletter-Umfrage ist zwischen 2 – 5 Minuten.
Platzierung der Umfrage
Soll die Umfrage der Fokus deiner Mail sein oder nur ein Nice-To-Have? Möchtest du wissen, wie der Newsletter bei deiner Zielgruppe angekommen ist? Der Zwecke der Umfrage bestimmt, wo du sie platzieren solltest.
Simple NPS-Abfragen oder Zufriedenheitsscores kommen ans Ende des Newsletters. Es wäre unsinnig, direkt am Anfang abzufragen, wie die Inhalte gefallen haben.
Möchtest du aber eine umfassendere und wichtige Frage stellen, zum Beispiel zu einem neuen Produkt-Launch, dann solltest du die Umfrage am Anfang des Newsletters platzieren, damit alle Personen, die die Mail öffnen, deine Umfrage auch sehen.
Segmentierung der Zielgruppe
Für bessere Daten und präzisere Ergebnisse solltest du auf die richtige Segmentierung deiner Zielgruppe achten. Nicht jede Person in deiner Newsletter-Liste muss die gleiche Umfrage erhalten, auch wenn alle den gleichen Newsletter-Inhalt lesen. Deine Segmentierung kann mit aus Umfragen gewonnenen Daten angereichert werden, sodass du nach einiger Zeit spezifischere Umfragen verschicken kannst.
Incentives bieten
Du merkst, dass deine Newsletter zwar geöffnet, deine Umfragen aber nicht gelesen werden? Versuche, Anreize zu geben. Ein Incentive ist zum Beispiel bei Ausfüllen der Umfrage 10 % Rabatt auf den nächsten Kauf zu bieten, exklusive Pre-Sale-Möglichkeiten oder eine kostenlose Montage bei Buchung deiner Dienstleistungen. Die Angebote richten sich selbstverständlich ganz nach deinem Unternehmen und deinem Angebot.
Fazit
Umfragen sind eine fantastische Gelegenheit, mit deiner Kundschaft in Kontakt zu treten. Schaltest du Umfragen in Newslettern, richtest du dich direkt an eine Zielgruppe, die dir ohnehin wohlgesonnen ist. Mit Newsletter-Umfragen erhältst du wichtige Insights, bietest allen Subscribern exklusive Einblicke hinter die Kulissen deines Unternehmens, kannst deine Newsletter-Inhalte verbessern und deine Marketing-Maßnahmen schärfen.

